rofu kinderland halle G, E1, F1
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Bei einem dynamischen Industrieunternehmen wächst oder ändert sich der Bedarf an Funktionen oft während der Bauphase. Die Aufgabe des Architekten endet hier nicht mit den klassischen Aufgabenbereichen. Viele Schnittstellen zur Gebäudetechnik, logistischen Abläufen und Brandschutzeinrichtungen sind zu beachten.

Man hadert oft recht lang mit dem Startschuss eines Bauvorhabens an den Architekten, aber wenn der Startschuss erfolgt soll der Planer möglichst gestern die Ziellinie überqueren. Dies muss man mit Respekt und Humor zugleich betrachten.

Wie bereits beim Projekt der Quelle AG in Hagen fand der Bauherr schnell Vertrauen und die Baustelle wuchs in einer Geschwindigkeit wie es nur bei einem perfekten Dreiecksverhältnis Handwerker / Bauherr / Architekt möglich sein kann.

Bis zu 50 Handwerker  im Parallelbetrieb erforderte ständige Baustellenpräsenz. Das Spektrum des Architekten im Verhältnis zum Handwerker sollte nach meiner Einstellung einen Bereich abdecken zwischen freundschaftlichem Kollegen und respektablem Diktator, manchmal mit Hang zum Despoten, immer jedoch als Mensch.

Der allmorgendliche Besuch in der Baubude mit Einsicht in die vorherrschende Baustellenliteratur mit anschließender kurzer Diskussion des Inhalts, gehört ebenso zum Baubetrieb des Architekten wie das Interesse für Privates.
 
Ich persönlich zolle allen Handwerkern die bei Wind und Wetter arbeiten höchsten Respekt. Diese Einstellung und das oben genannte Verhältnis ist die „halbe Miete“ für das Gelingen eines Bauwerkes. Die andere Hälfte besteht aus Kontinuität, Erfahrung und Instinkt.

An dieser Stelle nochmals meinen Dank an den Bauherrn und das Vertrauen, dass er viele Entscheidungen mir überlassen hat und das Ergebnis ihn sehr zufrieden stellte.